Februar 2010

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Februar

Erster 10+ Fisch 2010

Es ist Freitag, 14.30 Uhr und ich warte auf den ersehnten Schichtwechsel.

Als dieser dann endlich eintraf, konnte es losgehn in Richtung meiner ersten Session 2010.

Zuvor hatte ich schon eine Woche vorgefüttert und muss im nachhinein sagen, es hat sich gelohnt.

Als ich um 15.30 Uhr endlich den See erreiche, muss ich feststellen, dass nicht gerade die besten Bedingungen herschen um auf Karpfen zu fischen. Es pfiff mir ein kalter Nordwind um die Ohren der eigentlich nix gutes versprach. Trotzdem lies ich mich nicht unterkriegen und montierte mit voller Freude auf die kommende Nacht meine Ruten. Beide Ruten wurden mit einem Fisch/Erdbeer Boilie und jeweils 2 Kunstmaden versehen. Um meine Köder attraktiver zu machen, hielt ich meine Futtermethode schlicht und entschloss mich, nur mit 2 Boilies auf einer PVA Schnur zuzufüttern.

Eine Rute lag auf einem Hotspot des Sees: Einlauf, Wasserquelle und Buhne zugleich sollten den ersehnten ersten Fisch 2010 bringen. Die andere wurde in 1,5 metern tiefe, ca 2 meter vor einer Insel präsentiert. Nun waren die Ruten scharf und die Fische konnten beisen. Trotz dass der Wind solangsam nachlies war es schweinekalt und somit entschloss ich mich einen Tee auf meinem Kocher zuzubereiten. Gerade als ich den Teebeutel aus dem heißen Wasser entnehmen wollte, machte auch schon mein rechter Roc auf sich aufmerksam, auf dem die Rute vor der Insel lag. Als ich das rote LED leuchten sah, wusste ich sofort dass es sich um einen Fallbiss handelt. Ich lief langsam zur Rute. Kurz nachdem der Karpfen ca 10m Schnur für die Flucht geholt hatte, konnte ich auch schon den Anhieb setzen.

Nach 5 minütigem Drill mit meiner neuen Rute, wurde mir klar dass es sich um einen kleinen Schuppi handelt, den ich auf etwa 3kg schätzte und sofort wieder zurück in sein Element lies.

Die Rute wurde neu beködert, wieder mit einem Erdbeer/Fisch Boilie, und zurück zum Spot befördert. Wo kleine sind, sind auch grosse, dachte ich mir und setzte mich ins Zelt zurück um meinen Tee zu trinken. Kaum den Mund am Tassenrand, ertönte ein kurzer piep an meiner linken Rute. Ich wollte gerade meine Schuhe anziehen, als der Swinger förmlich auf und ab tanzte.

Fullrun, den ich auch gleich wieder mit meinem Anhieb stoppte. Es dauerte ca 15 Minuten, als ich den Fisch zum ersten mal an der Wasseroberfläche hatte. Nun durfte ich nichtmehr locker lassen und somit konnte der Fisch auch direkt übers Netz geführt werden. Während Sebastian, mein Angelpartner den ich zuvor angerufen hatte, die nasse Matte und ein Eimer Wasser richtete, hatte ich den Fisch abgehakt. Kurz darauf konnte er auch schon abgelichtet werden. Wie auch bei anderen, herscht bei mir strengstes Catch and Release und somit wurde der Fisch, nach dem Fotografieren und Wiegen direkt zurück in sein Element gelassen, meinen ca 2 Hektar großen Vereinssee. Nach einigen Fotos vom Sonnenuntergang war es auch schon dunkel geworden und ich entschloss mich schlafen zu legen. Die stürmische Nacht verlief ruhig, zu ruhig. Ich konnte keinen weiteren Fisch mehr verbuchen und somit entschloss ich mich gegen 9 Uhr den See zu verlassen.